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Vereine

Tag der guten Tat – für jeden Verein eine Chance

von Stefan Del Fabro 18. Mai 2022

„Helft den Bienen“ am Aktionstag.

Die Krisen nehmen zu. Die Ängste der Menschen ebenso. Im Sorgenbarometer 2021 dominierten Corona, der Klimawandel und die Altersvorsorge. Mit dem Ukraine-Krieg werden unsere Sorgenfalten noch tiefer. Da ist es ganz gut, findet am 21. Mai der «Tag der guten Tat» statt. Viele Vereine sind mit an Bord – obwohl Vereine per se eigentlich eh nichts anderes sind als Gute-Tat-Organisationen. 

«Die gute Tat liegt in unserer DNA»

Der «Gute-Tat-Tag» findet nach 2019 und 2021 zum dritten Mal statt. Die Pfadibewegung Schweiz machte bislang gute Erfahrung: «So wurden beispielsweise Abfallsammlungen organisiert, Bilder für SeniorInnen gezeichnet, Bienenhotels gebaut oder Veranstaltungen für die Bevölkerung durchgeführt.» Selbstredend, dass die Pfader auch dieses Jahr dabei sind: «Die gute Tat liegt in unserer DNA.»

Auch der WWF bietet das motivierende Naturerlebnis an: «Zeigen Sie der Schweiz Ihren Tatendrang», ruft die Tierschutzorganisation auf und organisiert zahlreiche Umwelteinsätze. «Man kann helfen einen Waldrand oder ein Flussufer von Abfall zu befreien.»

Mitmenschen eine Freude bereiten

Pro Infirmis verknüpft sein Gute-Tat-Engagement mit einem alten Bedürfnis: «Freiwillige erfassen mit Betroffenen die digitalen Zugänglichkeitsdaten öffentlicher Gebäude.» Dazu ist die grösste Schweizer Behinderten-Organisation an vier Standorten präsent. In Basel, Delémont, Frauenfeld und St. Moritz kann man sich engagieren. 

«Einen Waldrand, eine Wiese oder ein Flussufer von Abfall befreien.»

«Mitmenschen eine Freude bereiten» ist das Motto des Schweizerischen Roten Kreuzes. Für den Standort Zürich ruft das SRK auf: «Du tauschst oder spendest gut erhaltene Kleidungsstücke und/oder Spielsachen. Die gespendeten Sachen gehen in die Kleider/Spielzeugabgabe vom Roten Kreuz und werden an bedürftige Personen abgegeben.»

Keine Berührungsängste zur organisierenden Grossfirma

Hinter dem Tag der guten Tat steckt der Grossverteiler Coop. «Mach mit und hilf, die Schweiz mit guten Taten zu bewegen» schreibt Coop. Für die Pfadibewegung ist das Engagement unter dem Dach einer Grossfirma kein Widerspruch: «Wir machen nichts, was wir sonst nicht tun! Coop setzt ein grosses Werbebudget für den Tag der guten Tat ein, mit dem unter anderem auch die Sichtbarkeit der Pfadi erhöht wird. Wir können somit ein Zeichen setzen.»

Jeder Verein tut im Prinzip nichts anderes, als gute Taten zu vollbringen. Das kann man zum Beispiel ausleben mit der Organisation eines Festes oder der Abgabe des Vereinsgutscheines. 

Wieder einmal der Schweizer Sonderzug

Der 21. Mai als Tag der guten Tat ist eine feine Sache. Schade jedoch, dass es (einmal mehr!) ein Schweizer Sonderweg ist. Der globale «Gute-Tat-Tag» wird seit 2007 Anfangs April zelebriert. Zuletzt nahmen 3,9 Millionen Menschen aus 108 Ländern an 20’000 Projekten teil. Es wurden 7,8 Millionen Dienstleistungs-Stunden realisiert. 

Aber zurück zum Schweizer Tag der guten Tat. Was hältst du davon? Bist du dabei? Macht dein Verein mit? Engagierst du dich? Schreib deinen Kommentar. 

18. Mai 2022 0 Kommentare
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Vereine

Was macht der Vereinskoordinator? Interview mit Klaus Waldbart

von Stefan Del Fabro 16. Mai 2022
Der Vereinskoordinator organisiert den Christkindl-Markt.

Vereine sind wichtig. Kaum eine Gemeinde, die das nicht betont. Kaum ein Bürgermeister, kaum eine Gemeindepräsidentin die das bei Reden unerwähnt lässt. Viele offizielle Webseiten führen «Unsere Vereine» oder ähnlich als Unterkategorie. Es gibt Gemeinden, die sogar einen eigenen Vereinskoordinator beschäftigen. Was macht der Vereinskoordinator? Wir fragen nach und landen westlich von München. 

Dieser Vereinskoordinator ist für 2 Dörfer zuständig

Planegg und Krailling sind zwei Gemeinden in der Nähe der bayrischen Hauptstadt. In den beiden Ortschaften leben rund 20’000 Menschen. Und es hat ca. 60 Vereine. Diese werden seit 2013 von Klaus Waldbart «koordiniert». Was heisst das? Was macht der Vereinskoordinator Waldbart? 

Herr Waldbart, warum sind Sie für zwei Gemeinden zuständig?

Klaus Waldbart: Es gibt einige Vereine, die ortsübergreifend arbeiten. Diese haben die Ortsnamen Planegg/Krailling im Vereinsnamen. 

Weshalb engagieren Sie sich als Vereinskoordinator?

Waldbart: Als unser letzter Koordinator 2013 aufgehört hat bin ich gefragt worden, ob ich es weitermachen möchte. Ich war damals im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr. Ich engagiere mich gerne in der Gemeinde und habe den Posten gerne übernommen. 

Was macht der Vereinskoordinator? Was ist Ihre Funktion?

Waldbart: Ich unterstütze als Vermittler zwischen Gemeinden und den Vereinen. Zwei Mal im Jahr organisiere ich ein Treffen der Vereinsvorstände und einmal im Jahr den Christkindlmarkt.
Dann kommt das Totengedenken im November. Dort organisiere ich, dass alle Vereine mit Fahnenabordnungen zum Gottesdienst kommen. Anschliessend ziehen wir mit einem Fackelzug von der Kirche zum Kriegerdenkmal. Danach muss für alle Teilnehmer ein Abendessen organisiert werden.
Auch wenn Personen in der Gemeinde sterben, die sich sehr um die Vereine verdient gemacht haben organisiere ich, dass die Vereine mit Ihren Fahnen teilnehmen.

Manche Vereine besitzen Sachen, die andere Vereine vielleicht mal bei einer Veranstaltung benötigen. Dort helfe ich vermittelnd, mit dem Wissen, was da und dort vorhanden ist.

Langweilig wird Ihnen also nicht?

Waldbart: Nein. Ich erwähne noch die Partnerschaften. Wir haben vier Partnergemeinden. Ich finde es schön, fangen wir dieses Jahr wieder mit normalen Aktivitäten an. 

Damit sind wir bei Corona. Wie hat sich das auf das Vereinsleben und Ihre Tätigkeit ausgewirkt?

Waldbart: Auf den Christkindlmarkt bezogen hat es viel verändert. 2020 wurde gar nicht daran gedacht, einen Christkindlmarkt zu planen. 2021 hatte ich mit der Planung begonnen. Es war schwierig, aber es hätte funktionieren können. Die bayerische Staatsregierung verschärfte die Massnahmen zwei Wochen vorher noch einmal. Dann haben wir das Ganze dann doch noch abgesagt. Der Aufwand wäre zu hoch geworden und als Organisator wäre ich dann angreifbar gewesen. Auch wenn der Veranstalter selbst bei uns die Gemeinde ist. Und für mein Ehrenamt möchte ich mich dann doch nicht bestrafen lassen.

Haben Sie auch andere Veränderungen gespürt?

Klaus Waldbart.

Waldbart: 2020 und im Frühjahr 2021 sind die Vorständetreffen ersatzlos ausgefallen. Nachdem es auch von den Vereinen und der Gemeinde keine Veranstaltungen gegeben hat, hatte ich fast nichts mehr zu tun.

Sind Sie ehrenamtlich tätig?

Waldbart: Ja, ich mache das ehrenamtlich. Ich stelle fest, dass es inzwischen selbst bei grossen Sportvereinen ein Problem ist, jemanden zu finden, der das Amt des Vorsitzenden übernehmen möchte. Da sind teilweise hauptamtliche Teilzeitgeschäftsführer angestellt sind. Ob man in dieser Situation heute noch jemanden für ein Ehrenamt motivieren kann? Das ist fraglich.

Trotzdem: was empfehlen Sie jemanden, der/die gerne in die Vereinskoordination einsteigen will?

Waldbart: Wer Spass haben will, viele Leute in der Gemeinde kennt oder kennenlernen will, wird Freude daran haben. Es hilft, einen guten Draht zum Rathaus zu haben. Es ist gut, wenn der Lebenspartner das auch unterstützt. Und ein bisschen Zeit braucht er/sie auch.

Ausschlaggebend ist auch, ob eine Gemeinde überhaupt so viele Vereine hat. Eine Gemeinde will aus dem Amt einen Nutzen. Was machen die Vereine in der Gemeinde? Werden viele öffentliche Veranstaltungen gemacht? Macht die Gemeinde Veranstaltungen, bei der sie die Mitarbeit der Vereine benötigt? 

Herzlichen Dank Klaus Waldbart für die Auskünfte. 

Was macht der Vereinskoordinator? Stehst du im Austausch? Welche Erfahrungen machst du mit dem Koordinator in deiner Gemeinde? Schreib deinen Kommentar. Wir freuen uns.

16. Mai 2022 0 Kommentare
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Vereine

Freitag, der 13. – Mythen und Aberglauben in Vereinen

von Stefan Del Fabro 13. Mai 2022

Zwei Drittel der Menschen bezeichnen sich zwar als «nicht abergläubisch». Demgegenüber steht jedoch, dass symbolische Rituale oder Glücksbringer weit verbreitet sind. Auch in Vereinen. Freitag, der 13. ist eine gute Gelegenheit um auf Mythen und Aberglauben in Vereinen zu blicken. 

Warum der Aberglauben in Vereinen so wichtig ist

«Ich habe eine 20-Dollar-Münze von 1889 als Glücksbringer dabei.» Der Tessiner Schwimmer Noè Ponti, gross geworden im Schwimmverein Nuoto Sport Locarno, war vor den olympischen Sommerspielen in Tokio guten Mutes. Sein Glücksbringer wirkte. Ponti schwamm über 100 Meter Schmetterling zur Bronzemedaille. 

Die Innerschweizer Sportschützin Nina Christen reiste mit einem Fliegenpilz aus Glas nach Tokio: «Seit zwei oder drei Jahren habe ich ihn in einem kleinen Fach in der Tasche.» Christen kam als Olympiasiegerin aus Japan nach Hause. Das freut sie, ihren Fliegenpilz und natürlich ihren Heimatverein, die Luftgewehrschützen Nidwalden. 

Rituale sind unverzichtbar

Roger Federer: „Ritual. Punkt verloren – Handtuch.»

Hat es also etwas auf sich mit den Mythen und Aberglauben in Vereinen? Oder ist es Firlefanz und die Medaillen wären auch ohne Glücksbringer erkämpft worden? Fakt ist, dass Rituale im Vereinssport eine enorme Bedeutung haben. Der deutsche Basketballer Alex King sagte in einem Interview: «Ich gehe immer zwei Stunden vor einem Spiel in die Halle, um zu werfen.» Ein scheinbar lohnendes Ritual. King wurde mehrfach deutscher Basketballmeister und mehrmals Pokalsieger. 

Der Jugendfussballcoach Carsten Schubert findet gar: «Wenn ein Trainer ein möglichst optimales Lernumfeld schaffen möchte, sind Rituale dafür unverzichtbar.»

Roger Federer und sein Handtuch

Selbst der Schweizer Tennis-Maestro Roger Federer kommt nicht ohne sein Ritual aus: «Ein Tipp, der mir sehr geholfen hat, ist das Handtuch. Für mich ist es ein Ritual geworden. Punkt verloren, erster Reflex – Handtuch.» 

Ist das nur ein Tick, noch ein Ritual oder bereits Aberglaube? Der ehemalige tschechische Skispringer Jakub Janda war ein Ordnungsfanatiker. So bestand er darauf, dass er auf dem Weg zum Wettkampf im Auto immer hinter dem Beifahrer sitzen konnte. Klappte das nicht, sprang Janda nicht!

Besonders erfolgreich war der Tscheche damit nicht. Er gehörte während seiner Karriere zwar zur erweiterten Weltspitze. Aber zu mehr als einmal Silber und einmal Bronze an Weltmeisterschaften reichte es dann doch nicht. 

Rituale sind kein Trallala…

Warum benötigen wir Rituale? Die amerikanische Ritualforscherin Barbara Fiese fasst das so zusammen:  „This is who we are. This is right. This is what we look forward to and who we will continue to be across generations.“ («Das sind wir. Das ist richtig. Und so wird es bleiben.»)

Rituale sind also kein Trallala. Sie geben eine Antwort auf eine uralte Menschheitsfrage: Wer bin ich?

Im Sport gilt die 13 als Unglückszahl

Heute ist also Freitag, der 13. Selbst prominente und erfolgreiche Sportler pflegen abergläubisch ihre Rituale. Mythen und Aberglauben in Vereinen sind weit verbreitet. 

Geht es aber um die 13, machen viele einen Bogen darum. Sehr unbeliebt ist die Zahl in der Formel 1. Der Venezolaner Pastor Maldonado war der Letzte, der damit seine Runden drehte. Er fuhr in fast 100 Rennen nur ein einziges Mal aufs Podest! Seit Maldonados Rücktritt 2015 ist die Nummer verwaist. Gar nicht vergeben wird die Startnummer 13 im offiziellen Triathlon. 

Aus der Welt der Zahlen gibt es rund um die 13 aber auch putzige und überraschende Geschichten. 1955 wurde erstmals das deutsche Lotto «6 aus 49» gespielt. Die erste gezogene Zahl war die 13!.Bis heute ist die 13 jedoch die Zahl, die am seltensten gezogen wurde. Die häufigsten Zahlen sind dafür ausgerechnet – 6 und 49. 

Zu einer erstaunlichen Erkenntnis kommt ausserdem die Zürich Versicherung. Der Freitag gilt eigentlich als besonders schadensreicher Wochentag. Fällt der Freitag aber auf einen 13., dann gibt es zehn Prozent weniger Schadensmeldungen. 

Und wie ist es in deinem Verein? Legt Ihr Wert auf Rituale? Achtet Ihr auf Symbole? Lass uns teilhaben und schreibe einen Kommentar. 

13. Mai 2022 1 Kommentieren
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Vereine

Wie präsent ist dein Verein auf Social Media?

von Stefan Del Fabro 11. Mai 2022

Masse schlägt Klasse. Oder; je mehr, je besser. Stimmen diese Plattitüden auch bei der Wirkung auf den Sozialen Medien? Wer nutzt diese Informations-Lawinen? Wie präsent ist dein Verein auf Social Media? Hier kommt die praktische Übersicht mit den vielen Dafür’s und einigen Dawider’s.

Die Vorteile für deinen Verein auf Social Media

«Natürlich sind wir auf dem weltgrössten Sozialen Netzwerk vertreten.» Der Stuttgarter Verein Sport- und Kulturgemeinschaft Gablenberg e. V. begründet seinen Facebook-Auftritt. So oder ähnlich liest es sich auf vielen Vereins-Seiten. 

Warum investieren Vereine Zeit in Social Media? «Abonnieren Sie unsere Seite und verpassen Sie keine News mehr.» Der in der Region Basel beheimatete «gemeinnützige Verein «zRächtCho NWCC» bringt es auf den Punkt: «Verpasse keine News mehr». 

Social Media bedeutet Arbeit

Das erklärt aber noch nicht die Faszination für Facebook oder Youtube. Die Sozialen Medien befriedigen nämlich einen tiefen Wunsch: 30-40% unserer Redezeit sprechen wir Menschen über uns selbst. Sind wir aber auf Facebook oder Linkedin unterwegs, schnellt diese Zahl hoch. «Bei ungefähr 80% der abgesetzten Posts reden wir über uns». 

Kalchreuth ist ein 3’100-Seelen-Dorf in der Nähe von Nürnberg. Markus Giering ist beim örtlichen Fussballverein für den Auftritt auf den sozialen Medien verantwortlich. Er bringt es kurz und prägnant auf den Punkt: «Social Media bedeutet Arbeit.» 

«Es ist Pflicht, präsent zu sein»

Der Amateurfussballverein ist präsent auf Facebook und Instagram: «Im Zweifel würde ich mich auf Instagram fokussieren, weil dort die Zielgruppe jünger ist als bei Facebook», so Giering. «Natürlich wäre auch eine Plattform wie TikTok interessant. Doch da braucht man viel Videomaterial und die Arbeitskraft, noch eine weitere Plattform zu betreuen.»

Gierings Appell an alle Vereine ist klar: «Aus meiner Sicht ist es Pflicht, auf Social Media präsent zu sein.» Das gesamte Gespräch mit Markus Giering findest du hier. 

Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, wenn man sein eigenes Facebook-Profil anschaut. Das gilt natürlich auf für den Verein auf Social Media. Damit du Reichweite generierst, brauchst du Inhalte, Neudeutsch Content. So kannst du zum Beispiel den Vereins-Blog super mit einem Social Media-Kanal verknüpfen.

Fettnäpfchen-Alarm

Forsch zu sein steigert Bekanntheit. Pass aber vor Fettnäpfchen auf. Der nächste Shitstorm ist meist nicht weit. Die Empörungswelle kann auch deinen Verein treffen.

Welche Strategie haben du und dein Vorstand? Welche Kanäle nutzt Ihr? Wie präsent ist dein Verein auf Social Media? Lass uns teilhaben. Schreib einen Kommentar. Oder hinterlass einen Post auf unserem Facebook-Kanal. 

11. Mai 2022 0 Kommentare
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Vereine

Der Rücktritt aus dem Vereinsvorstand

von Stefan Del Fabro 9. Mai 2022

„Ich trete zurück. Hiermit und sofort.“

Wo Vereine sind, da sind Menschen. Und wo Menschen sind, da menschelt es. Da kann es auf der sozialen Ebene schon mal rappeln. Aus einer Emotion heraus ist schon so mancher Vereinsvorstand zurückgetreten. Was ist angemessen?

Was ist erlaubt beim Rücktritt aus dem Vereinsvorstand?

«Ich habe die Schnauze voll. Hiermit trete ich zurück.» So geht es zwar auch. Besonders höflich ist es aber nicht. Und ein solcher Ton verbaut eine eventuelle Rückkehr. Denn es kommt immer wieder vor, dass ein Zurückgetretener doch wieder in den Vorstand will. Doch der Reihe nach. 

Die gute Nachricht für den Rücktrittswilligen: Es ist jedem Vorstandsmitglied erlaubt, jederzeit aus dem Gremium zurückzutreten. Die schlechte Nachricht für den Restvorstand: siehe vorherigen Satz.

Wie überbringe ich die Botschaft?

Gewählt wird man von der Mitgliederversammlung. Daher wäre es ein Gebot der Fairness, an der nächsten HV oder VV oder MV seinen Rücktritt bekanntzugeben. Das ist nicht immer möglich. Wissen muss es jedoch der Vorstand. Idealerweise gibst du den Rücktritt an der nächstfolgenden Vorstandssitzung bekannt. 

Manchmal ist jedoch schon zu viel Geschirr zerschlagen. Dann reichst du ein Rücktrittsschreiben ein. Am Ende dieses Textes findest du Links zu Vorlagen. 

Wer sucht die Nachfolge?

Zuständig ist der verbleibende Vorstand. Es wird sicher geschätzt, wenn du bei der Nachfolge-Suche unterstützt. Und im Idealfall zur Einarbeitung zur Verfügung stehst. Besonders bei «kniffligen» Vorstandsämtern wie Kassier sollte das eigentlich üblich sein. 

Der Rücktritt aus dem Vereinsvorstand ist eine Herausforderung. Für den, der aufhört. Und für das Gremium, das den Posten neu besetzen darf. Welche Wege zu neuen KollegeInnen führen, haben uns diverse Vorstands-Mitglieder im Text «Vorstandsmitglieder gesucht…» erläutert. Klick dich nochmals rein. 

Rücktritt vom Rücktritt: was geht?

Wut und Zorn sind bekanntlich schlechte Ratgeber. Bist du empört aus einem Vorstand zurückgetreten, kommt vielleicht schon bald die Reue und die Frage: Was habe ich bloss getan? So leicht wie ausgetreten, so schwer wieder eingetreten. Denn selbst wenn dich der Vorstand wieder will, wählen kann er dich nicht. Das obliegt der Mitgliederversammlung. Diese findet einmal jährlich statt und ist das oberste Vereinsorgan. 

Vorlagen Schweiz und Deutschland

  • Vorlage Schweiz: Austrittsschreiben
  • Vorlage Deutschland: Musterschreiben Rücktritt

Schreib uns von deinen Erfahrungen zum Thema «Rücktritt aus dem Vereinsvorstand». Es interessiert uns sehr, was du schon erlebt hast. 

9. Mai 2022 2 Kommentare
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