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Vereine

Viel Potential für Elternarbeit im Verein

von Stefan Del Fabro 19. Juli 2022

«Das Thema Elternarbeit ist etwas, das viele Vereine vernachlässigen. Hier liegt Potential.» Das findet Michael K. Kärchner von Kleinstadtheld.de auch auf unserem Blog. Mach nicht länger einen Bogen um die Elternarbeit im Verein – es wird sich auszahlen. 

Lohnende Elternarbeit im Verein – worauf es ankommt

Der Funktionär hat viel Einfluss auf das Kind – und sollte die Elternarbeit nicht vernachlässigen.

Es sind oft Sportvereine, die das Potential der Elternarbeit erkennen. In der Thüringer Stadt Schmalkalden leben 20’000 Menschen. «Der Vorstand des örtlichen Volleyballvereins bietet den Eltern der jüngsten Spieler jedes Jahr eine Veranstaltung an. Dort wird alles Wissenswerte für die aktuelle Saison vorgestellt.»

Das kommt gut an. «Die anwesenden Eltern waren nach den 45-minütigen Ausführungen begeistert und wollten am liebsten gleich loslegen.» Solche Eltern wünscht sich jeder  Verein.

Sprich als Vereinsvorstand mit den Eltern

Warum hat sie dann nicht jeder Verein? «Das Thema Elternarbeit ist etwas, das viele Vereine vernachlässigen» konstatiert Michael K. Kärchner. Der Blogger von kleinstadtheld.de erkennt «viel Potential». Kärchner schlägt vor, ganz pragmatisch vorzugehen: «Das beginnt mit Gesprächen, wenn die Kinder zum Training gebracht oder abgeholt werden. Nehmt Euch die Zeit als Vorstand und/oder Funktionärin, ein bisschen früher am Sportplatz zu sein. Oder bleibt nach dem Training länger. So können die Eltern Euch kennen lernen.»

Mindestens 1x jährlich Kontakt zu Eltern

Dem Ostschweizer Fussballverein FC Mels ist das klar: «Der persönliche Kontakt der Eltern zu den Trainern ist bei Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Oft hat der Trainer sehr viel Einfluss auf das einzelne Kind. Dieser Verantwortung ist sich der FC Mels bewusst und stellt den Kontakt mindestens einmal pro Jahr her.» 

Der Schwimmverein Baar umfasst zehn Teams – vier sind Nachwuchsgruppen. Entsprechend wichtig nimmt der SVB auch die Elternarbeit. «Im Vereinshaus fanden Elterninformationen statt. Unter der Leitung vom Chef Nachwuchs erfuhren die anwesenden Schwimmereltern und ihre Kinder allerlei Interessantes rund um die Organisation des Vereins sowie über das Schwimmen als Wettkampfsport.»

Sportvereine legen an Bedeutung zu

Der Kinder- und Jugendbericht «Sport Schweiz 2020» kommt zu einer interessanten Erkenntnis: «67 Prozent der 10–14-Jährigen und 41 Prozent der 15–19-Jährigen sind Mitglied eines Sportvereins. Damit hat der Sportverein bei den Kindern an Bedeutung gewonnen.» Und damit steht fest; wo viele Sportkinder, da sind doppelt so viele Eltern. Mamis und Papis, die man als Verein mit gezielter Kommunikation gut ansprechen kann.

Im Sport ist die Elternarbeit im Verein also gut verbreitet. Aber nicht nur. Der österreichische Verein Dialog engagiert sich in der Suchtprävention. «Wir bieten in regelmässigen Abständen offene Elternabende zu den Themen „Onlinesucht – Umgang mit digitalen Medien“ und „Sucht und Substanzkonsum“ an.»

Leitfaden Elternabend zum Downloaden

Der Fussballverein FC Mels stellt einen «Leitfaden Elternabend» als Download auf seine Website. Der Unihockeyverein „Barracudas“ hat eine Übersicht gemacht, was an einem Elternabend alles wichtig ist:

  • Leitfaden Elternabend
  • Übersicht Elternabend

Fazit: Elternarbeit im Verein lohnt sich

  • Fünf Ideen um Jugendliche zu „binden“
  • Betreuung auf Augenhöhe

Was macht dein Vorstand? Wie wichtig ist Euch die Zusammenarbeit mit den Eltern des Nachwuchses? Schreib deinen Kommentar.

19. Juli 2022 0 Kommentare
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Vereine

Weiblein und Männlein – Verteilung in Vereinsvorständen

von Stefan Del Fabro 15. Juli 2022

In der Schweiz leben knapp 8,7 Millionen Menschen. Der Geschlechterunterschied ist zwar minim. Aber die Frauen haben knapp die Nase vorn. Es gibt rund 65’000 mehr Weiblein als Männlein. Wirkt sich das auf die Verteilung in Vereinsvorständen aus?

Die Verteilung in Vereinsvorständen ist ausbaufähig

Wenn es um Frauenrechte und Mitwirkung geht, führt uns die Recherche fast schon zwangsläufig in die beiden Halbkantone Appenzell. In Appenzell Ausserrhoden wurde das Frauenstimmrecht 1989 eingeführt. Der Kanton Appenzell AR war damit der zweitletzte Schweizer Kanton, in dem Frauen politisch auch mitbestimmen durften. Später folgte nur noch Appenzell AI, also Innerrhoden.

Nicht nur der Appenzeller Polithumor ist also einzigartig. Ein Satz auf der Webseite des gemeinnützigen Frauenvereins Trogen bringt uns zum Schmunzeln: «Männer heissen wir als «Freunde herzlich willkommen.» Wenn das nicht mal eine liebevoll formulierte Retourkutsche ist. 

Frauenförderung in Vereinsvorständen

Die Verteilung in Vereinsvorständen ist – gelinde gesagt – ausbaufähig. Selbst in der höchsten Schweizer Frauenfussball-Liga sind die Männer mit einem Zweidrittels-Mehr in den Vorständen in der Überzahl.

Frauenförderung in Vereinsvorständen ist also ein mehr als ehrenwertes Anliegen. Wir fragen nach beim Schweizerisch Katholischen Frauenbund SKF. Co-Geschäftsleiterin Karin Ottiger gibt Auskunft.

Frau Ottiger, auf Ihrer Website lese ich: «Wir unterstützen Ortsvereine und Kantonalverbände des SKF in allen Fragen rund um den Verein.» Was genau ist Ihr Angebot? Und wie wird es genutzt?

Karin Ottiger: Als Dachverband unterstützen wir unsere Mitgliedervereine mit verschiedensten Dienstleistungen. Das Angebot reicht von Verbandsmanagement zu politisch und spirituellen Angeboten.

Wir unterstützen Ortsvereine und Kantonalverbände des SKF in allen Fragen rund um den Verein. Steht im Verein eine Statutenänderung an? Gibt es Fragen zur eure Buchhaltung? Wie werden Fusionen rechtlich korrekt abgewickelt? Dies und in den letzten Jahren natürlich die Beratung rund um die jeweils aktuellen Coronabestimmungen.

Wir bieten aber auch Website-Angebot für Kantonalverbände und Ortsvereine an und unterstützen sie rund um Fragen der Digitalisierung.

Unter «Coaching» bieten Sie «Standortbestimmung und Beratung von Vereinsvorständen» an. Was heisst das?

Karin Ottiger: Das SKF-Coachingangebot ist eine Dienstleistung für Leitungsteams und Vorstandsfrauen von Ortsvereinen.

Was kosten Ihre Angebote?

Karin Ottiger: Das umfassende Bildungsangebot ist für unsere aktiven Mitglieder kostenlos.

Zum historischen Background: wie und warum sind Frauenvereine entstanden?

Karin Ottiger: Die Frauenvereine entstanden mehrheitlich vor 100 – 120 Jahren. Nebst christlicher Kindererziehung und Förderung des religiösen Familienlebens stand zum einen die Zusammenarbeit katholischer Frauen und zum anderen das sozial-karitative Engagement im Vordergrund.

Der Frauenverein Trogen «heisst Männer als «Freunde des gemeinnützigen Frauenvereins Trogen» herzlich willkommen. Ist das eine Ausnahme? Oder welche Erkenntnisse haben Sie über männliche Mitglieder (oder gar im Vorstand) in Frauenvereinen?
Karin Ottiger

Karin Ottiger: Grundsätzlich sind wir ein Frauenverband. Selbstverständlich nutzen auch Männer unser Angebot in den Ortsvereinen und zahlen daher auch den Mitgliederbeitrag. In den Vorständen gibt es meines Wissens keine Männer.

In der Schweiz gibt es ca. 100’000 Vereine. Wenn wir von 3-7 Vorstandsmitgliedern ausgehen, ergibt das 300’000-700’000 Vorstandsmitgliedern. Haben Sie Zahlen, wie die Verteilung in Vereinsvorständen aussieht?

Karin Ottiger: „Bei uns sind es ausschliesslich Frauen. Leider kann ich Ihnen aber zur gesamten Vereinslandschaft keine Angaben machen.“

Vielen Dank für die Auskünfte Karin Ottiger vom Frauenbund.

Wie sieht es in deinem Vorstand bezüglich Frauen und Männern aus? Ist das überhaupt ein Thema? Wir danken dir für deinen Kommentar.

15. Juli 2022 0 Kommentare
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Vereine

Jugendarbeit im Verein funktioniert dank Vorbeugen

von Stefan Del Fabro 12. Juli 2022

Vernachlässige nie die Jugendarbeit im Verein. Nachwuchssorgen kennen viele Verein. Oft greift man bei der Mitglieder-Suche zum Mittel der «Kampagne». Dabei übersehen viele Vorstände, dass Ressourcen in der näheren Umgebung vorhanden wären.

Warum die Jugendarbeit im Verein so wichtig ist

Förderung hilft und animiert wiederum andere.

Die proaktive Jugendarbeit im Verein ist ein leider oft vernachlässigtes Kapitel. Nicht so im Toggenburg. In den zwölf Gemeinden zwischen Walensee und der Stadt St. Gallen leben rund 50’000 Menschen. Den meisten Schweizern ist die Gegend als Ski- oder Wanderregion gut  bekannt. Viele assoziieren das Toggenburg auch mit dem doppelten Doppelolympiasieger Simon Ammann.

16 Musikvereine und 1 pragmatische Lösung

Das Toggenburg ist uns aufgefallen als Gegend, wo das Problem der Jugendarbeit im Verein proaktiv angepackt wird. «Musikvereine haben vermehrt das Problem, dass keine Neumitglieder – vor allem keine der jüngeren Generation – mehr einem Verein beitreten möchten.» Zu diesem Fazit kamen die 16 Musikvereine im Toggenburg.

So setzten sie bereits 2013 Alois Gmür als Gesamt-Jugendverantwortlicher ein: «Pro Verein wird ein Jugendverantwortlicher bestimmt. Ich leite diese Personen, somit bin ich das Bindeglied zwischen dem kantonalen Verband und den verschiedenen Musikgesellschaften im Kreis Toggenburg.»

Vorbeugen ist besser als einschläfern

Klangweg Toggenburg.

Klangweg Toggenburg (Bild Tourismus Toggenburg)

Die Toggenburger haben pragmatisch gehandelt. Die Jugendmusikvereine Wallisellen und Dübendorf sahen 2019 trotz vieler Bemühungen nur noch eine Lösung: Sie fusionierten zur Jugendmusik Glattal. „Bei beiden Vereinen waren die Mitgliederzahlen eher tief“, begründete Susanne Gerber. «So haben wir die Einzugsgebiete zusammen geschlossen.“

„Schlüsselposition stark besetzt“

Vorbeugen hilft. Eine proaktive Jugendarbeit im Verein ist zu empfehlen. «Dass wir diese Schlüsselposition so stark besetzen konnten, verleiht dem ganzen Vereinen Schub», freute sich Cyrill Rüegger. Er ist Präsident des Thurgauer Turnvereins STV Erlen. An der – digitalen, weil Corona – Jahresversammlung 2021 wurde mit Ramona Huser eine neue Jugendverantwortliche mit den warmen präsidialen Worten in den Vorstand geholt. Huser kennt den Verein gut. Sie schaffte bei der Vereinsmeisterschaft 2020 den zweiten Platz. 

Es locken Meriten und Verantwortung

Die Musikvereine im Toggenburg und die Thurgauer Turner zeigen: Förderung hilft und animiert wiederum andere. Die Vizemeisterin Ramona Huser signalisiert gleich zweierlei. Es warten sportliche Meriten sowie Verantwortung im Vorstand. 

Jugendverantwortliche gibt es vor allem in Sport-, manchmal auch in Musikvereinen. Das Thema beträfe jedoch jegliche Art von Verein. 

Unsere Serie „Jugendarbeit im Verein“

  • Fünf Ideen um Jugendliche zu „binden“
  • Betreuung auf Augenhöhe
  • Elternarbeit im Verein (erscheint demnächst)

Wie halten es du und dein Vorstand mit Jugendarbeit im Verein? Gibt es das Ressort „Jugend“ in deinem Vorstand? Oder bist du selber ein Jugendvorstand? Hast du Tipps und Inputs für andere? Wir danken für deinen Kommentar.

12. Juli 2022 0 Kommentare
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Vereine

Die besten Buchtipps für Vereine

von Stefan Del Fabro 8. Juli 2022

Welches Buch ist der ideale Ratgeber für deinen Verein? Wo bekommst du die stabilsten Informationen? In unseren Buchtipps für Vereine geben wir die praktische Übersicht. Und wir kommen zu einer erstaunlichen Erkenntnis.

Welches sind die besten Buchtipps für Vereine?

Die besten Buchtipps für Vereine.

2020 erschienen in der Schweiz knapp 13‘000 neue Bücher. Deutschland meldet für die gleiche Phase einen Umsatz von 9,3 Milliarden Euro im Buchhandel. Experten rechnen sogar noch mit einer Steigerung in den nächsten Jahren.

Am beliebtesten sind Romane. Egal ob Krimi für die Mimi oder Romanze für Constanze. Danach folgen Bildbände und dann Sachbücher. Unter denen gibt es einige hilfreiche Werke für Vereine.

Wir picken drei Bücher heraus

«Vereine gründen und führen für Dummies» hat der Frankfurter Jurist und Vereinsberater Werner G. Elb geschrieben. «Sie halten hier kein theoretisches Lehrbuch über Vereinsrecht in Händen. Tatsächlich steht nicht das Recht, sondern die tägliche Vereinsarbeit im Vordergrund.»

Das Buch ist flott geschrieben und hilfreich. Allerdings krankt es etwas am «amerikanischen Stil». Also vieles nochmals und nochmals zu wiederholen. So, dass es auch jede und jeder kapiert hat. Anderseits heisst es ja nicht umsonst «…für Dummies».

Für unsere deutsch gewohnten Ohren tönt das nicht sehr freundlich. Entwarnung: «Dummies» bezeichnet «jemand, der auf einem Gebiet nicht Bescheid weiss».  

Demokratie im Kleinen

Wir klappen das nächste Buch auf: «Vereine gründen und erfolgreich führen». Darin lesen wir: «Ein aktives Vereinswesen ist zwar noch nicht Gewähr, aber jedenfalls Grundlage für eine demokratisch verfasste Gesellschaft, auch wenn eine Vielzahl von Vereinen sich mit scheinbar unpolitischen Gegenständen befassen mag. Denn der Verein und sein satzungsmäßiges Leben ist praktizierte Demokratie im Kleinen.»

Da darf die Brust eines jeden Vereinsmeiers schon mal anschwellen. Auch dieses Buch ist praktisch und hilfreich. Wenngleich der Pathos (siehe oben) manchmal etwas gar dick aufgetragen ist.

Unser Tipp Nummer 3 kommt vom Beobachter-Verlag: «So funktioniert unser Verein». Auf den 230 Seiten geht es um «Statuten verfassen, Verein gründen, Mitglieder werben, Sitzungen leiten, Beschlüsse fassen, Geld beschaffen, Anlässe organisieren, Krisen bewältigen».

Der Leserschaft gefällts: «Umfassend, gut verständlich», lobte Leser Markus. Er schob aber nach: «Zu textlastig. Es müsste grafische Elemente enthalten.»

Drei Buchtipps für Vereine.

Wir haben die drei Vereinsbuch-Tipps in der Übersicht verlinkt. So findest du schnell Zugang:

  • «Vereine gründen und führen für Dummies»
  • «So funktioniert unser Verein»
  • «Vereine gründen und erfolgreich führen»

Anmerkung des Verfassers: Weder profitieren wir vom Verkauf eines dieses Bücher, noch haben wir eine entsprechende Vereinbarung mit einem der Verlage. Unsere Übersicht ist subjektiv.

Viele Bücher – aber kaum Filme

Wir konstatieren: Buchtipps für Vereine gibt es viele. Und wir nehmen genauso erstaunt zur Kenntnis: Filme mit Vereinstipps existieren kaum. Natürlich gibt es auf YouTube einige Erklärvideos.

Dass es aber zu den Goldgräber-Zeiten von Streaming und hunderten empfangbaren TV-Sendern kaum Vereins-Dokumentationen gibt, überrascht. Darum ein Hoch auf die Buchtipps für Vereine. 

Kennst du weitere hilfreiche Vereinstipps-Bücher? Lass uns teilhaben. Schreib einen Kommentar.

8. Juli 2022 1 Kommentieren
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Vereine

Ein Aktuar im Verein ist mehr als nur «der Schreiber»

von Stefan Del Fabro 6. Juli 2022

Der Aktuar im Verein behält den Überblick.

In jedem Vereinsvorstand sollte es einen Aktuar haben. Was tut man in dieser Funktion? Wer ist geeignet für diese Position? Was macht ein Aktuar im Verein?

Warum der Aktuar im Verein das historische Gewissen ist

In der Vorstands-Hierarchie kommt der Vereins-Aktuar zwar «erst» an vierter Stelle – hinter Präsidium, Vize und Kassier. Aber eine viertklassige Aufgabe ist es mitnichten. 

Der Aktuar führt das Protokoll bei den Sitzungen. Dazu braucht es die gute Rechtsschreibung und das Beherrschen der Grammatik. Zudem; das scharfe Argus-Auge und eine anständige Strenge. Protokolle dürfen nach der Unterzeichnung nicht mehr verändert werden. Der Aktuar im Verein ist also nicht nur der exakte Schreiber. Sondern von Amtes wegen das historische Gewissen im Verein. 

Pflichtbewusst – zuverlässig – ordnungsliebend. Auf wen diese Adjektive zutreffen, der/die ist prima geeignet für den Aktuar-Posten. Der entsprechende berufliche Background hilft. Idealerweise ist der Aktuar fit mit den gängigen Computer-Programmen, hat die schnelle Auffassungsgabe und einen kaufmännischen Hintergrund. 

Was wird vom Aktuar erwartet?

Was soll die nächste Aktuarin mitbringen? Der Verein PluSport Region Olten sucht Online einen Aktuar und beschreibt die Aufgaben so: 

  • Sitzungsvor- und Nachbereitung inkl. Protokoll (Generalversammlung 1x jährlich und Vorstandssitzung 4x jährlich), je ca. 3h
  • Einladungen für die Anlässe erstellen, das Anmeldeverfahren koordinieren (ca. 8x jährlich), je ca. 2h
  • Jahresprogramm erstellen, total ca. 5h
  • Website betreuen, total ca. 4h
  • Zeitungsberichte von Anlässen erstellen, je nach Bedarf
  • Jährliche Kontrolle der Mitgliederdaten, total ca. 6h
  • Allg. administrative Arbeiten (z.B. Turnhallen reservieren)

Die Suche nach Vorstandsmitgliedern – also auch nach dem Aktuar im Verein – ist ein ganz eigenes Themenfeld. Wir haben dem hier oder hier schon separate Artikel gewidmet. 

Aktuar im Verein und Aktuar in der Versicherung

Den Aktuar gibt es nicht nur auf Ebene des Vorstandes im Verein oder Verband. Sondern es ist auch ein Berufstitel, vorwiegend bei Versicherungen. Der Aktuar «schätzt mithilfe von Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie und weiteren mathematischen Methoden Risiken für Personen-, Sozial- und Sachversicherungsgesellschaften ein». So formuliert es die Website berufsberatung.ch. 

In diesem Witz gewinnt der Aktuar

Guten Flug für den Aktuar.

Ein Mann in einem Heissluftballon hat sich verirrt. Er sichtet einen Mann am Boden und ruft: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Wo bin ich?“

Der Mann am Boden antwortet: „Sie sind in einem Heissluftballon in 10 m Höhe über dem Boden und das ist viel zu hoch. Sie müssen auf höchstens 1.5% runter.“

„Sie müssen Aktuar sein“, sagt der Ballonfahrer.

„Bin ich“, antwortet dieser, „woher wussten Sie das?“

„Nun,“ sagt der Ballonfahrer,“ alles was Sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich kann mit Ihren Informationen nichts anfangen.“

Der Aktuar antwortet: „Sie müssen in der Anlageberatung tätig sein.“

„Ja,“ antwortet der Ballonfahrer, „aber woher wussten Sie das?“

„Nun,“ sagt der Aktuar „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren und sind aufgrund einer grossen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen.“

Bist du Aktuar? Oder sucht dein Vorstand? Welche Erfahrungen machst du zum Thema Aktuar im Verein? Teile deine Erkenntnisse mit anderen und schreib einen Kommentar. Vielen Dank. 

6. Juli 2022 0 Kommentare
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